• Image of Tunjum - Deidades Del Inframundo CD

Aus Lima, Perú, stammen TUNJUM, die 2007 als komplett weibliche Band gegründet wurden und Death Metal mit paganen Themen spielten. Das erste Promotape legte die Band in 2011 vor, dem ein weiteres in 2014 folgte, an das sich wiederum in demselben Jahr die „Sagrado tiempo de caos“-EP und das „Muerte ancestral“-Demo anschlossen. Auch wenn das Line-up sich in diesen Jahren veränderte, sind TUNJUM ihren ursprünglichen Einflüssen treu geblieben: DEATH, MASSACRE, AUTOPSY, TREBLINKA, NOCTURNUS, VON, NIHILIST, INSULTER, GROTESQUE, ASPHYX, EXPULSER und GENOCIDIO sind neben anderen zu nennen. Und doch haben TUNJUM stets versucht, ihre eigene Note darin zu bewahren, manifestiert in besonderer Rohheit und Dunkelheit. Inzwischen ist das Line-up auch mit männlichen Mitgliedern versehen, doch Kultarr, Drummerin, Gründungsmitglied und neuerdings Vokalistin, ist immer noch der Kopf der Band, und ihre Vocals verleihen dem traditionellen Sound der Band einen diabolischen Einschlag.

Seit den Anfangstagen haben die Songs die historische Moche-Kultur zum Gegenstand, die das östliche Perú von etwa 100 bis 800 n. Chr. beherrschte. Durch die Musik TUNJUMs wird der Zuhörer in die Mythologie dieser untergegangenen Kultur gezogen, die ein Blutkult war: Den Kopf eines Feindes den Göttern zu opfern, stärkte deren Herrschaft über die Welt. Zudem gab es viele freiwillige Opferungen, weil das Blutvergießen als eine Reinigung der Seele verstanden wurde, die das Opfer selbst mit den Vorfahren verband und es auf diese Weise heilig machte. Bereits der Name TUNJUM ist in der Sprache dieser Kultur verankert: Es ist das Verb, das sowohl töten als auch sterben bedeutet. Somit ist das Ritual für Blut und Tod heilig, da es der einzige Weg war, mit den Göttern zu kommunizieren – und das in Zeiten, also es die Götter nach Blut und Krieg gelüstete...

Dementsprechend zieht das erste Album der Band, „Deidades Del Inframundo“, den Hörer im Verlauf seiner 42 Minuten tief hinab in TUNJUMS tödlichen Strudel aus Blut, rituellen Opferungen und kompromisslosem Death Metal. TUNJUMS Attacke ist unnachgiebig in seiner Primitivität, dabei aber meisterhaft nuanciert – ein Umstand der Angesichts der aktuellen Mitglieder, die auch bei DESECRATION und PUTRID aktiv sind, nicht überrascht. Der hämmernde Schwall ist auf seine barbarischen Basics reduziert, aber innerhalb dieser beinahe hypnotischen Woge kruden und rohen Death Metals befindet sich ein klares Verständnis der Eigenschaften, die diese Kunstform so zeitlos machen – Songwriting, das den Hörer praktisch sofort erfasst und ihn in die dunkelsten Abgründe des Vorstellungsvermögens führt (und darüber hinaus...)! Es ist ein umfassendes Erlebnis, wie TUNJUM sich durch die acht Tracks hämmern und hacken, immer hämmern und hacken, mit Kultarrs weltverbrennenden Vocals, praktisch ein auf sich selbst angewandtes Instrument der Vernichtung, von dem es kein Entkommen gibt...

Das Ganze wird vervollständigt durch ein passend unheilverkündendes Artwork von Alan Corpse – TUNJUM betreten die ganz große Bühne mit ihrem infernalischen Erstwerk „Deidades Del Inframundo“. Bleibt nur noch die Frage: Wirst Du lebendig daraus zurückkehren?

Tracklist

1. La Venganza De La Bestia Lunar 06:24

2. Difunta Senora Soberana 05:10

3. Antiguo Dios De La Noche 04:54

4. La Maldicion De La Bruja 06:55

5. Destino De Los Cautivos 04:31

6. Demonios De La Tierra 04:31

7. Rebelion Del Inframundo 03:27

8. Retorno Al Origen 05:41

Total 41:30

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